In der Gangolfkircj Notenköpfe, Flyer von Rainer R. 
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Michael Seemann, musikalischer Leiter
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Chorwochenende in Alterode

am 31.01.2016 und am 02.02.2016

Endlich, nach etwa 25 Jahren Pause ging der große Wunsch vieler Chormitglieder in Erfüllung, an einem Wochenende einen Workshop zu ermöglichen.
Acht Stunden Arbeit an eineinhalb Tagen, war ein gutes Maß, die Stimmen zu schulen, ein Lied aus dem derzeitigen Repertoire aufzupolieren, ein neu gelerntes zu festigen und zwei weitere Lieder einzustudieren.
Eins dieser beiden neuen Lieder „Tanzen und Springen“ von Hans Leo Haßler 1601 komponiert, hat einen fünfstimmigen Satz. Jeder, der sich für Chorgesang interessiert, kennt es und kann einige Worte mitsingen. Neben der bekannten ersten Stimme, dem Sopran, müssen nun vier weitere Stimmen dazu gelernt werden. Wie soll das funktionieren? Das geht doch sicher völlig durcheinander. Einige üben, der Rest unterhält und amüsiert sich, müsste man vermuten.
So kam es aber nicht. Wir haben zu einem Trick gegriffen. Männer- und Frauenstimmen wurden getrennt. Die Männer probten zunächst in einem weiteren Raum unter der Leitung von Bodo Tempel, den sicher noch viele aus ihrer Schulzeit kennen. Er war ehemals Musiklehrer am Hettstedter Gymnasium.
Wir Frauen brauchten neben dem Sopran und Alt noch eine dazwischen liegende Stimme. Deshalb trat jede Stimmgruppe einige Sängerinnen ab, die nun den Mezzosopran übernahmen. Die Sopranstimme war schnell gefestigt, die beiden anderen Stimmen brauchten eine ganze Zeit, um die etwas ungewohnten Tonfolgen genau zu treffen und zu behalten.
Michael Seemann, unser musikalischer Leiter, den im Mansfelder Land alle Musik liebenden Menschen kennen, ist ein Meister seines Faches. Weder bekamen wir Knoten in die Stimmbänder, noch verwirrten sich die Zeilen. Beim allmählichen Zusammensetzen der Worte und Noten und der vielen “fa-la-la“, wurde der Zusammenklang immer harmonischer. Worauf man als Chorsänger wartet und was man später auch immer im Konzert anstrebt, ist ein Klangerlebnis, das man nicht nur hört, sondern von dem man regelrecht ergriffen ist. Und das passierte, wie auch sonst oft in der Probe, diesmal bei „O Täler weit, o Höhen“ von Mendelssohn- Bartholdy, den wir besonders mögen.Das Lied war etwa vor zwanzig Jahren zum letzten Mal vom Chor gesungen worden. Die Älteren erinnerten sich schnell wieder, die Neuen mussten es gänzlich von vorn lernen.Wenn man sichere Sänger neben sich hat, lernt man natürlich recht schnell. So konnten wir nach recht kurzer Zeit schon längere Abschnitte des Liedes mit Ausdruck gestalten. Als eine Sängerin nach einer solchen schönen Liedzeile ein: Huch, was war denn das jetzt für ein Gefühl, in sich spürte, lächelte Michael Seemann und meinte an den Chor gerichtet:“ Ja,--- da kann so manchem das Wasser in die Augen steigen“. Stimmt, diese Stelle war uns gelungen. So hatten es alle angestrebt, so musste es klingen, so musste es ausgestrahlt werden. Am Abend fanden sich die eher Ruhigen im Speiseraum und die Lebhaften in der Bibliothek ein, um einige Stunden abzuspannen, alte Geschichten zu erzählen oder Lieder aus der Schulzeit, dem Schulchor und dem Kinderferienlager zu singen. Übernachtet wurde im Hause.  Sonntag waren die letzten drei Probenstunden angesetzt. Die drei Frauenstimmen und zwei Männerstimmen mussten zusammengeführt werden. Das geschah mit einer sogenannten Chaos- Probe: “Mal sehen, was hängen geblieben ist,“ hieß es.
Eine Zeile gut zu singen ging  noch, dann wurde es schräg, und schließlich mussten wir lachen, weil kaum noch etwas an Gesang erinnerte. Aber Michael Seemann war wie immer guten Mutes: “Lasst mal, das war alles richtig.“ Stimme aus dem Chor: “ Nur jeder in einer anderen falschen Tonart.“ Erneut mussten sich alle ausschütten vor Lachen. Innerhalb der angesetzten Zeit gelang es jedoch unserem Dirigenten, den Gesang zur Harmonie zu führen.  Schließlich nahte das Ende des schönen Wochenendes. Alle waren sich einig, es hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt: Michael Seemann war zufrieden: “Für dieses Ergebnis hätten wir sonst einige Wochen gebraucht.“ Wir waren glücklich, so viel gelernt und so intensiv gesungen zu haben.              
Herrn Dr. Matzel und seinem Team danken wir sehr herzlich! Wir haben uns wohlgefühlt, und sind liebevoll umsorgt worden.
Die Heimvolkshochschule in Alterode nimmt jeden auf, der sich oder seine Gruppe in irgendeiner Form weiterbilden möchte.
Anfang Februar wird dort eine Ausstellung wunderschöner Patchwork- Arbeiten eröffnet. Einige der schönsten Teppiche sind jetzt schon und auf unseren Fotos zu sehen.  
Herzlichen Dank an unseren Tenor Harald H. für die Organisation der Veranstaltung, Michael Seemann und Bodo Tempel für ihre Probentätigkeit!


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